Das Westdekanat

Das Westdekanat liegt ganz im Südwesten der Konde-Diözese, fast schon im Grenzgebiet zu Zambia und Malawi. Es ist entstanden aus einem früheren Missionsgebiet. Heute gehören zum Dekanat sechs Pfarreien:

Die Gemeinde in Vwawa ist zugleich Dekanatssitz. Hier hat auch Dekan Mwambola (Foto) seinen Dienstsitz. Tunduma ist gleichsam die Grenzgemeinde zu Zambia. Auch Mlowo liegt nahe der Hauptverbindungsstraße zwischen Mbeya und Sambia. Diese drei Gemeinden sind in ihren Strukturen gefestigt und haben jeweils mehrere Predigtstationen in Außenorten. Die Einnahmen der Gemeinden reichen dazu aus, ihre Pfarrer und Evangelisten und die Sachausgaben der Gemeinde zu finanzieren.

Ganz anders dagegen die sogenannten Missionsgemeinden. Sie sind zwar schon eigenständige Gemeinden und haben ebenfalls mehrere Predigtstationen außerhalb; sie sind jedoch noch auf Zuschüsse der Gesamtkirche und des Dekanates angewiesen. Ileje erreicht man, wenn man von Tunduma aus weit in den Südosten in das Hinterland fährt. Ganz im Norden bis hin zum Ruckwa-See liegen die beiden Gemeinden Halungu und Kamsamba.Sie sind nur über Sandpisten zu erreichen und verfügen kaum über Infrastruktur wie Strom oder Brunnenwasser.

In den Pfarreien arbeitet jeweils ein Pfarrer oder eine Pfarrerin; an den "Preaching-Points" (Predigtstationen) lebt meist ein Evangelist, der im jeweiligen Außenbezirk Gottesdienste in einem kleinen, selbstgebauten Kirchengebäude hält und in der Schule Religionsunterricht erteilt.

Die Gemeinden werden wie in Deutschland vom Pfarrer und dem Kirchenvorstand geleitet. Ein "Mzee wa kanisa" (Kirchenvorsteher) ist dabei für ein bestimmtes Gemeindegebiet verantwortlich, besucht die Menschen, lädt sie zu Gottesdienst und Religionsunterricht ein, hält Andachten oder Bibelstunden in seinem Haus und informiert den Pfarrer über wichtige Ereignisse, wie z.B. gewünschte Taufen, Besuche oder benötigte Hilfen für Familien.