Eine Bach-Orgel für Regensburg

Die Dreieinigkeitskirche erhielt 1758 eine große Orgel, erbaut von dem Regensburger Orgelbaumeister Franz Jakob Späth. Von dieser Orgel sind nur noch das Gehäuse und einige wenige Pfeifen erhalten. 1966 baute die Firma Kleuker ein Instrument in den historischen Rahmen, das jedoch selten zuverlässig funktioniert hat und deswegen bei Beginn der Renovierungsarbeiten im Kircheninnenraum ab 2009 abgebaut wurde.

Regensburg ist eine "Orgelstadt. Zahlreiche Neubauten sowie die erhaltene Späth-Orgel von 1750 in der Oswaldkirche und die Instrumente im Historischen Museum, bieten die einzigartige Möglichkeit, eine Vielzahl an Orgelmusik authentisch darzustellen. Was in der Regensburger Orgellandschaft fehlt, ist eine Orgel, auf der sich die Musik Johann Sebastian Bachs adäquat darstellen lässt, eine Orgel nach thüringisch-mitteldeutschem Vorbild. Deswegen entstand für dieses Projekt der Name "Bach-Orgel". Ein solches Instrument muss selbstverständlich allerhöchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Die Orgelfachkommission, der neben Pfarrer Martin Schulte, dem Regensburger Kantor Roman Emilius und Prof. Stefan Baier von der katholischen Hochschule für Kirchenmusik, Kirchenmusikdirektor Reinhold Morath angehören sowie Hans-Ulrich Funk (Orgelsachverständiger aus Herzberg am Harz) und Dr. Martin Balz (Gesellschaft der Orgelfreunde) angehören, haben unter acht Angeboten das Angebot der Firma Ahrend aus Leer ausgewählt.

Dank der großen Spendenfreudigkeit vieler Menschen ist das für einen Auftrag notwendige Eigenkapital von 400.000 Euro bereits gesammelt. Die landeskirchliche Genehmigung steht unmittelbar bevor; dann kann sofort der Vertrag unterzeichnet werden. Wenn alles gut geht, können wir die Orgel nach dreijähriger Bauzeit 2018 im Jahr des 333. Geburtstags von Joh. Seb. Bach einweihen.